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Essen

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Flanby!

14Mai
Flanby

Ich bin ins Urlaub in Frankreich gefahren. Und ich geniesse die Wiederentedeckung mancher Produkten...

Heute ein bekannter Produkt: Flanby. Ein Muss, wenn man Ernährung verstehen will, ist ja zu wissen was Kinder mögen und welche Witze um Essen gehen...Jahrelang bleibt es in unseren Köpfen. Mit Flanby gibt es halt sehr viele Witze und Erinnerungen, man muss nur auf Youtube mit den guten Keywörter gucken...Grundsätzlich werden Flanby gierig unterschluckt, das macht man halt sehr oft. Wenn es in der Schule gefeiert wird. In der Mensa, wenn kein Lehrer zukuckt. In Parties, wenn man schon etwas besoffen ist, oder wenn man Spass machen mag. Beim Ausflug mit der Pfadfinderbewegung. Usw.

Also sieh hier, mein erster Verkauf!

Flanby

Flanby sind eine französische Variante von Karamel-Pudding. Sie sind so bekannt, dass der Name, ursprünglich eine Marke von Nestlé, jetzt quasi für jede Art von industriellen Pudding mit dieser Form benutzt wird- also ich glaube, übrigens, dass es nicht wirklich anders verkauft wird. Es schmeckt ziemlich gut, es ist in einzelnen Portionen verpackt, Kinder mögen das. Man muss mehr nicht wirklich sagen...

Hier mal eine bekannte Vidéo mit gobage de Flanby. Das klein Mädchen find ich so süss!

Gerne würde ich wissen, ob es etwas ähnliches in Deutschland gibt. Ich meine den Produkt und die Witzen. Die Art von Pudding ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.

A table! Rund um das Thema Essen

28Februar

Manchmal bin ich selbst überrascht, wie meine Ernährung sich innerhalb 2 Jahren geändert hat. Es geht um die Zeit, die ich verwende, um zu essen, sowohl als die Lebensmittel, die ich finde und die Art und Weise wie Essen verteilt wird. Natürlich gibt es die Mittagspause in der Firma (...), das ewiges Problem von "Diät oder nicht Diät?!" (...) und das Gefühl, das man sich manchmal nach einer privaten Lieferung von der Heimat wünscht (...). Aber im Grunde genommen ist es so: ich esse jetzt fast wie alle hier. Ich glaube ich habe mich eingelebt...

Was sind die Unterschiede?

  • Bei uns ist das Abendbrot ein richtiges Moment für die Familie. Heiss, wie ich es erlebt habe: warmes Essen, das richtig gekocht worden ist, mit der ganzen Familie, mit Fernsehverbot. Kann eine gute Stunde dauern. 3 Gerichte sind der Regel, 4 können auch da sein, z.B: Salat, Hauptspeise, Käse oder Joghurt, Obst oder Dessert. Baguette gehört natürlich dazu, Rotwein wenn möglich. Im Norden (Gegend von Lille, wie in Willkommen bei den Chtis) gilt aber an der Stelle von Rotwein Bier. Ja ja: Bier.

Es gibt aber was das mich im Nachhinein stört: wie können Frauen das schaffen? Was unsere Familie angeht, hat meine Mutter richtig gearbeitet. Jedoch hat sie jeden Abend gekocht. Ich glaube sie kann es innerhalb von 20 Minuten vorbereiten...da gibt es ein Geheimnis. Irgendwie muss es was mit Organisation zu tun haben. Nächstes Mal frage ich mal nach.

  • Im Gegenteil ist das Mittagsessen während der Woche und am Samstag sehr irrelevant, was die Familie angeht, auch wenn die Schüler für die Mittagspause zu Hause sind. Grund: es gibt Schule am Nachmittag (bis 16:00 oder 17:00) und der Regel ist, beide Eltern arbeiten. Mehr als 20-25 Minuten wird selten verbracht, jedoch wird ein bisschen von allem gegessen: Hauptspeise, Käse, Obst. Meistens wird aber die Mensa, la cantine, vorgezogen. Mon Dieu, wie furchtbar war das Essen da.

Am Wochenende ist traditionnell die Mittagspause am Sonntag sehr wichtig. Ein guter Teil der sogenannten guten Gesellschaft ist noch katholisch oder benimmt sich noch nach der Gewohnheiten vergangenen Generationen. Heiss: man steht ziemlich früh auf, geht entweder zum Kirchendienst oder Einkaufen (jeder seine Religion;)), und war vor 12:30 beim Bäcker vorbei, weil es einfach dazu gehört, einen leckeren Kuchen oder Obstorte zu kaufen. Wenn der Dessert versorgt worden ist, dann geht man normaleweise bei der Oma oder Tante essen. So habe ich es jahrelang erlebt: immer bei der Grosstante oder bei meiner Oma am Sonntag. Rôti de veau à la pistache, mit Kartoffeln, oder poulet-haricots verts, und dazu noch einen leckeren Kuchen. Erwachsene nehmen nachher noch Café und bieten Kinder un canard an Kindern an.Weder werde ich den schrecklichen Geschmack der Böhnen bei meiner Tante noch die Gemütlichkeit dieser wöchentlichen Familentreffen vergessen. Es musste einfach so sein.

  • Lebensmittel: ich könnte studenlang davon erzählen. Es gibt tausende von Unterschieden. Vor allem stört mich hier der Mangel an richtigen Bäckereien und Nahgeschäfte. Was Bäckereien angeht: es ist zwar sehr schön, Ketten wie Kamps und Thürmann zu haben. Die Brötchen sind eine tolle Erfindung, und die kann man bei den Ketten richtig essen, stimmt schon. Aber wo sind denn die kleine Bäckereien die ihre eigene Spezialitäten haben? Bei uns gibt es eine an jeder Strassenecke (wobei sie letzter Zeit dafür bekannt sind, zunehmende Schwierigkeiten zu haben...ahem). In einer französischen Bäckerei gibt es eine gute Auswahl von Brotsorten (wir essen nicht nur Baguette...), sowie Dessert, Viennoiseries, und dazu noch Dinge, die man sich zum Abendessen mitnehmen kann. Quiche, z. B. Oder Tourte aux Tomates. Sowas.

Als Beweis, eine Video die ich gefunden habe zum Thema "Pâtisserie". Leider wird die Brotauswahl nicht gezeigt, es steht hinter der Tecke...Aber es gibt schon eine gute Idee, wie eine richtige Bäckerei in Zentrum von einer französischen Grossstatdt ist:

  • Qualität der Produkten/ Geniessen: z. B habe ich hier fast komplett auf Fleisch verzichtet. Konkrett esse ich hier Lachsfleich, manchmal auch Mortadelle und Schinken (*manchmal*). Mehr nicht, es sei denn, ich esse auswärts. Früher habe ich Rôti, Côtelettes, Paupiettes so sehr gemocht. Jetzt träume ich davon, denn es ist wirklich Fleisch, der mir schmeckt und -meiner Meinung nach- sich lohnt. Sitze ich aber beim Besuch in der Heimat vor einem vollen Teller mit einem von diesem Gerichten, freue ich mich erstmal, schaffe ich es allerdings nicht mehr, mehr als eine Scheibe zu essen...Wirklich komisch.
  • Kochen: ich habe jetzt ein bisschen Angst, wenn meine Deutsche Freunde von "Kochen" reden. Es hört sich irgendwie immer wie ein richtiges Projekt an. Und irgendwie wird "Kochen" so ein Ding, dass man im Endeffekt vor einem Meisterwerk sitzt und sich erstmal fragt, ob man das wirklich essen will, so schön es aussieht. Suppen, die wie in Büchern aussehen, Gemüseauflauf mit frischem hausgebackenem Brot und noch Dessert dazu- das alles unter Freunden. Dagegen ist "Kochen" bei uns was normales- zumindest wenn man in Familien oder Freundekreis ist: man kocht was normales: Taboulé, z. B.. Schnell, weil man auch was anderes zu tun hat, weil man ein paar Tricks besitzt, und weil man auf gar keinem Fall ungesund essen will (also, für alle, die mindestens zu zweit leben, meine ich...). Cuisiner ist was anderes als recevoir (empfangen).

...Hab langsman Hunger, vielleicht sollte ich mir jetzt was kochen...Na ja, na ja!