Frankreich für Dummies | Ein Frankreich Blog

Schöne Orte

Feed für Einträge - Feed für Kommentare

Das vergessene Schloss von Vaux-le-Vicomte, #1

13Juni
Vaux-le-Vicomte_01

Etwa 50 km südlich von Paris liegt ein vergessenes Schloss, das eine Reise wert ist. Das Monument sieht toll aus, es gibt wesentlich weniger Touristen als in Versailles, die Lanschaft ist herrlich. Kein Wunder, dass Eva Longoria da hat heiraten wollen - für 200.000 Euro, wenn mein Gedächtnis gut ist. Und sie wird sehr wahrscheinlich nicht die letzte sein.

Vaux-le-Vicomte ist das Schloss von Nicolas Fouquet, ein erfolgreicher Finanzminister von Louis XIV. Fouquet besass Geschmack, Geld, und Verknüpfungen mit den bestern Künstlern der Epoche. Es ist geflüstert worden, sein Bauwerk von Vaux war die Inspirationquelle von Versailles für Louis XIV. Kurz vor der Inhaftierung von Fouquet, der sich selbst ein bisschen zu reich gemacht hatte, wurde das Schloss fertig gebaut. Ein grosses Fest, von Vatel -legendärer Kochmeister- organisiert, findet im September 1661 im Schloss statt. Der König und der Hof, insgesamt 3000 Personen, sind da. Ein Tag, der nie vergessen worden ist: das Schloss ist ein Meisterwerk, die Garten und die Wasserspiele ein Wunder, das vom Hof noch nie gesehen worden ist. Bis zum Punkt, dass eine Legende am diesem Tag geboren ist: man flüstert, Louis XIV kann es nicht ertragen...Fouquet wird oft mit l'homme au masque de fer, dieser Gefangener mit einem Metalmask, verbunden, wenn nicht vermischt. Tatsache ist, Vatel, Le Brun, Mansart, usw. finden am diesen Tag einen neuen Stammkunden: den König.

Heutzutage wird das Schloss von Touristen etwas ignoriert, vermutlich wegen der nicht so einfachen Verbindung mit der Hauptstadt. Jedoch sollte man es -meiner Meinung nach- sehen. Nicht unbedingt für was drin ist (es hat mich nicht besonders begeistert), sondern für die Aussengestattung und die Geschichte der Epoche- ein Vergleich mit Versailles kann man in der Tat für alles machen. Le Vau, Le Brun, Le Nôtre (Gartenmeister) sind damit verbunden.

Ein paar Bilder für heute, vor allem von dem Dach genommen:

Das Schloss von vorne:

Vaux-le-Vicomte_01

Sicht über les communs:

Vaux-le-Vicomte_02

Garten von oben gesehen:

Vaux-le-Vicomte_03

Wie schön können denn les jardins à la française sein? Guck mal hier!

Vaux-le-Vicomte_04

Vaux-le-Vicomte_06

Vaux-le-Vicomte_07

Vaux-le-Vicomte_08

Vaux-le-Vicomte_09

Vaux-le-Vicomte_10

Vaux-le-Vicomte_11

Vaux-le-Vicomte_12

Vaux-le-Vicomte_13

Ich werde einen anderen Beitrag mit weiteren Bildern die Tage anschalten, es ist einfach zu schön. Die offizielle Seite des Schlosses ist da zu finden, mehr Informationen sind natürlich über eine deutsche Wikipedia Seite zu lesen.

Paris- Bilder

29Mai
Bouquinistes- Etal

Hatte einfach Lust, manche Bilder von letztem Ausflug hier zu teilen. Wie ich es immer sage: Paris ist bildschön. Wenn ich mir solche Bilder angucke, gibt es mir manchmal den Eindruck, in einer Puppenstadt zu sein. Alles niedlich, alles schön. Mitten drin zu sein gibt aber einen völlig anderen Eindruck, vor allem wenn man da jahrelang gelebt hat und die Stimmung durchlesen kann. Was wohl eine andere Geschichte ist.

Erstmal le charme des quais de Seine: les bouquinistes.

Bouquinistes- Etal

Bouquinistes- Affiche

Und gleich gegenüber, Sicht auf La Cité und in der Ferne, Notre-Dame.

Quais de Seine- Notre-Dame

Le Palais Royal und seine Umgebung ist immer noch sehr schön:

Derrière le Palais Royal

Le Louvre von Eingang. Als Beweis dass Autos und Busse dadurch auch fahren.

Guichets du Louvre

Les Invalides. Ein Monument, das oft von Touristen, vor allem Ausländer, vergessen wird. Ich habe den Verdacht, es hat damit zu tun, dass der Grab von Napoléon drin ist.

Les Invalides '' Plus de photos bientôt''! Eine kleine Erklärung in Serie über Paris und wie die Stadt entstanden ist habe ich vor.

Paris- Le Palais Royal

10April
Dome_Palais_Royal.JPG

Heute am Programm: ein schöner Monument von Paris. Hatte erstmal gedacht, es wäre schön mit dem Eiffelturm anzufangen, aber da es von mir nicht am beliebtesten ist...habe ich es mir verkneift. Es kommt noch, erstmal mit einem SEHR schönen Bauwerk will ich anfangen!

Was ist Le Palais Royal?

Le Palais Royal ist ein alter Palast der sich im 1sten Arrondissement von Paris befindet. Der Palast stammt aus dem 17en Jahrhundert und gilt als ein Monument der sich wunderbar von der Modernität ausnützen lässt. Heutzutage teilen sich mehrere Behörde den Monumenten, dabei wird er auch als beliebter Platz für Fotos und flânerie anerkannt. U.a befindet sich da der französische Ministerium der Kultur.

Interessant ist die Art wie das Palais Royal irgendwie immer in der Mitte unserer Geschichte sich befand. Gebaut an der Stelle eines anderen Palast anfang des 17en Jahrhundert, le Palais Royal ist nach einer Weile der Besitz des Königs geworden, so schön er war. Mit dem Bau von Versailles verliess Paris allmählich seine Strahlung als Stadt des Königs, doch behielt der Palast eine wichtige Rolle, indem er als Sitz von Monsieur (Name des Bruders des Königs) anerkannt war. Wichtige Veränderungen stammen aus dieser Zeit.

In der Revolution galt der Monument als Anti-König Residenz. Louis- Philippe d'Orléans, Cousin von Louis XVI (der sogar seinen Tod gewählt hat), organisierte eine Menge Protesten von dem Gebäude. Vielleicht die Hälfte der Demonstrationen der Zeit findet seinen Ursprung im Hof dieser Residenz, der inszwischen eine Bekannschaft von mauvaise réputation gewonnen hatte. Bordellen, tripots (von man spielen könnte) waren nämlich an der Etage von den Galerien niedergelassen, da wo es heute den Conseil d'Etat und diese schöne, überteuerte Wohnungen gibt. Es ist sehr wahrscheinlich der Grund, warum das Gebäude die Revolution so gut überstanden hat. Während andere Gebäude abgebrannt, geplündert, verwüstet oder abgebaut worden sind, hat der Palais Royal an dieser Epoche so gut wie nichts erleben müssen.

In den 60en Jahren wird das Ministerium der Kultur von Malraux gegründet und organisiert. Das Ministerium befindet sich ertsmal da, und im Palast und rum werden die Ideen von Malraux erstmal verwirklicht. Laut Malraux soll man die moderne Kultur mit der alten so gut wie möglich integrieren: es soll keine kalte, tote Kultur um uns geben, sondern ein Dialog zwischen den Epochen.

La Comédie Française, der staatliche Theater der sich im Gebäude befindet, kriegt ein neues Gemälde an der Decke, nämlich von Chagall. 1985 lässt Jack Lang Buren ein Werk im Hof bauen: schwarz-weiss Kolumnen, die jetzt als Spielplatz für Familien und Treffpunkt sich nutzen lassen...

Auf jedem Fall einer meiner beliebtesten Orte in Paris...Die Architektur lohnt sich, von aussen und von innen. Normaleweise lässt es sich nicht besichtigen, ausser für den Teil der das Theater enthaltet. Einmal im Jahr darf man es, es soll im September sein (da haben wir drei Tage die sich "Les journées du Patrimoine nennen. Fast alles ist dann geöffnet- und kostenlos). Ein paar Bilder als Beweis, dass es sich lohnt:

Von innen:

der Dom...mehrmals wieder aufgebaut, doch immer so schön von der Architektur her:

Dome_Palais_Royal.JPG

Die Bücher der alten Zeit, die irgendwie immer noch da sind...mein Gott wie liebe ich alte Bücher:

Livres_Palais_Royal.JPG

Der Blick zum Hof, durch altes Glas, von mir bearbeitet...Ich finde dieses Glas doch schön und wollte den Effekt zeigen:

Vue_floutee_exterieur_Palais_Royal.JPG

Von aussen:

Die selben Fensterscheiben...

Fenetres_Palais_Royal.JPG

Die "Colonnes de Buren", mittelpunkt für Familien unterwegs mit Kinder

Colonnes_de_Buren.JPG

Der Garten. Leider habe ich kein besseres Foto und kein dezentes Bild gefunden, deren Rechten frei sind... :

Jardin_Palais_Royal.JPG

Zwei uralten Laden und Restaurant unter den Galerien, die ihren Ruhm haben:

Laden_Palais_Royal.JPG

Vefour.JPG

Mehr Information über Le Palais Royal kann man hier finden!

Reiseziel: Châteaux de La Loire!

19Februar
Frankreich Karte

In Frankreich gibt es ganz viel zu tun ausser die Hauptstadt zu besichtigen. Jedoch stellt sich immer die Frage, sich eine gute Gegend auszusuchen: wenn es nichts anderes als einen verzeinzelten Monumenten gibt, ist es in sich auch das Problem zu wissen, ob es sich lohnt...

Ich würde einem deutschen Touristen in diesem Sinne auf jedem Fall empfehlen, einen Ausflug in La Loire zu machen. Da lohnt es sich sehr wahrscheinlich, die Karte kurz näher zu gucken:

Frankreich Karte

La Loire ist ein grosser Fluss, der seine Quelle in Massif Central hat, und bis Nantes fliesst. Mit 1013 Km ist er der längste Fluss in Frankreich, und war logischerweise bis in der Mitte des 19. Jahrhunderts das grösste Handelsmittel zum Transport der Waren durch das Land. Es war natürlich auch von Interesse für die Königen, die erst spät Paris als Haupstadt anerkannt haben wollen. Von dieser Epoche bleiben eine kleine Menge Schlösser in Val de Loire.

Diese Schlösser sind eine Erbe der Renaissance, eine Zeit, wo die Macht sich in Val de Loire niedergelassen hat. Da hat man in der Vergangenheit mit dem Hof durch die Gegend gewandert, je nach Geschmack und Möglichkeit. 42 Schlösser gehören heutzutage zur Liste von "Châteaux de La Loire", manche von denen als Hauptsitz des Königs gebaut worden sind, manche von denen nur das Schloss einer bekannten Familien sein sollten. Sie erkennen sich vor allem an der Benutzung eines sehr speziellen Stein als Baumaterial: "tuffeau". Dieser Stein ist weiss, sehr weich, und ist typisch für die Gegend.

Ein Paar Bilder zum Geniessen:

Man kann immer einen schönen Ausflug in dieser Gegend plannen, wofür immer man sich interessiert: es kann eine Reise sein, wo man vor allem Rad in einer schönen Landschaft fahren möchte, oder einen Ausflug in der Vergangenheit. Hat man ein Interesse an Architektur? Dann geht man Chambord besichtigen, da hätte sehr wahrscheinlich da Vinci was organisiert, und man wundert sich heute noch, wie ein Schloss auf einem Moor seit ca. 500 Jahren gebaut sein kann, ohne zu verschwinden...Interessiert man sich für Pflanzen, kann man in Villandry ein paar Studen verbringen: da gibt es einen schönen klassiken französischen Garten, der aber ausschliesslich aus Gemüse besteht...Will man nur Leben geniessen, kann man sich in einem kleinen Bistro im Dorf sitzen und Jambon-Beurre essen. Mag man Märchen, dann kann extra nach Ussé, ein Schloss den Perrault als Modell für Dornröschen benutzt hat.

Viel zu tun also...Seit 2000 gehört die Gegend von Val de Loire zur Unesco-Listen. Ein Muss, wenn man die grösste Städten schon besucht hat, und sich besser auskennen will!