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Urlaub

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Urlaubziele: mal nicht die französische Schweiz vergessen!

2Mai

Es stimmt, dieser Beitrag wird ein bisschen Off-topic sein. Aber mit dem schönen Wetter träume ich von frischer Luft, schönen Landschaften und Gebirgen. Für viele Franzosen ist dieses Gefühl entweder mit der Savoie oder mit der französischen Schweiz verbunden. Die Schweiz ist ein Muss, irgendwie. Nicht nur um Ski zu laufen fahren jedes Jahr Franzosen dahin. Auch im Sommer lohnt es sich, mal dort hin zu fahren. Landschaften die einen sprachlos lassen, ohne Ende. Leben im puren Sinn des Wortes. Einfachheit. Gefühl der Gemütlichkeit. Es gefällt uns, einfach so wie es ist.

Der Vorteil für uns alle ist das die Schweizer ein relatives einfaches und uns geläufiges Französich benutzen. Man fühlt sich nicht so weit weg. Sie haben einen Akzent, ihre eigene Redewendungen (z.B das Wort natel. Wird an der Stelle von portable, also Handy benutzt). Für ihre Art, langsam zu reden, werden sie bei uns leicht belächelt. Aber einen Unterschied wie zwischen Hochdeutsch und Schwützer Deutsch gibt es nicht. Es ist fast unfassbar für uns zu lesen, dass mancher deutsche Arbeitgeber einen Mitarbeiter mit der Sprache Schwützer Deutsch gut brauchen können.

Anderer Vorteil in den Augen der Franzosen: die Lebensqualität. Einen Urlaub in der Schweiz bedeutet gute Unterkunft, gutes Essen (fondue!!!), Spaß. Die Reichen suchen sich ein Luxushotel in Montreux aus. Die anderen schenken sich einen kurzen Urlaub und fahren bis zur anderen Seite des Lac Leman Die Stadt von Evian wäre z.B ein sehr guter Startpunkt um diese Gegend zu entdecken, wenn Ihr es machen wollt wie wir;;) Evian ist eine sehr schöne Altstadt, die als Tür zur Schweiz betrachtet werden kann. Wer eine kleine Ahnung davon haben möchte, kann sich gerne mal hier umschauen...

Wird der Ruhm der Schweiz für hochwertigen Tourismus in Deutschland auch so bewertet? Und was meint Ihr?

Blitzreise nach Paris- ein paar Ideen

16April
Bäckerei in Paris

Ich bin mir absolut sicher dass viele sich gut vorstellen können, nach Paris für ein Wochenende zu fahren. Das Problem ist aber für ganz viele, dass das Angebot an Museen, Sehenswürdigkeiten und leckeren Restaurants etwas überfordernd wirken kann.

Was sollte man unbedingt in Paris machen?

1/ Spontane Entdeckungen möglich machen

Ich bin eine grosse Fan von Karten die einen erlauben, einen Preis für ein grosses Angebot bezahlen zu können und nachher spontan was aussuchen zu können. Meine Reise enthalten immer ein Ziel und dann freie Zeit, die ich spontan am Ort organisiere, je laut meiner Laune. Von daher suche ich stets Angebote die mir dabei helfen, sowas zu machen. Paris ist keine Stadt zum Radfahren für nagelneue Touristen, von daher würde ich erstmal empfehlen, sich eine Karte zu besorgen, die die Verkehrsmittel und Eintrittsmöglichkeiten für grosse Museen anbietet. Ein Preis, kostenlose Eintritt bei den grössten Museen, Stadtrundfahrten, Vergünstigungen bei ein paar bekannten Laden. Was Paris angeht, empfehle ich entweder eine Lösung von der RATP (alle Zone von 1 bis 3 sollte man nehmen) oder einmal Paris-Pass. Normaleweise hilft diese Karte auch bei der Kosten von Fahrt bis dem Flughafen, die nicht gerade günstig sind (minimum Preis nach Roissy: 10 Euro ab dem Oper).

2/ Unvermeidliche Museen von Anfang an auswählen

Da ist es schwierig für mich was auszuwählen, das jeden Lesern hier zufrieden machen würde. Ist ja ganz unterschiedlich, kommt drauf an was jeder mag. Gegenwärtig hat Le Louvre eine sehr gute Ausstellung zum Thema Da Vinci und La Sainte Anne, die gerade restauriert worden ist. Würde ich auf jedem Fall weiterempfehlen, es dauert bis dem 25. Juni. Versailles, vor allem die Garten und Le Trianon und die Domain von Marie-Antoinette, ist eine Reise wert. Im Sommer gibt es immer was schönes mit den Brunnen.

3/ Kaffee nehmen, das Angebot von Bäckereien ausprobieren

Sich ruhig in einem Kaffee oder Salon de thé sitzten und gucken, wie die Stimmung ist. In Paris sind die Terrassen tendenziell immer voll. Anders sehen es wir anders nicht ein. Ein Buch oder eine Zeitung dabei haben, falls ihr alleine unterwegs seid. Mit dem Kellner oder der Kellnerin flirten, kostenlos und zwecklos, und dann seid ihr auch richtig. Zum Thema Salon de thé: natürlich sind Macarons toll, süss, bunt, lecker und was immer noch. Aber es gibt was anderes in Frankreich als das!!! Pitié. Probier mal um Gottes Willen was anderes. Financiers à la pistache, tarte au citron meringuée, crême brûlée, Paris Brest!!!!

Bäckerei in Paris

4/ Immer zu Fuss gehen und die Augen gut öffnen!!

  • Quartier Latin sehen. Als Startpunkt île de la Cité nehmen und dann los. Erstmal die Quais de Seine entlang, dann Richtung Luxembourg Garten. Da ist die Stadt geboren, da ist der Flair von Paris bis heute noch geblieben.
  • Lieber als zum Eiffelturm, Richtung Tour Montparnasse. Da hoch gehen lohnt sich (auch wenn die Preise noch nicht so günstig sind): man sieht ganz gut wie Paris von oben aussieht und es ist nicht so schrecklich voll wie auf dem Eiffelturm.
  • Dann Richtung Place de la Concorde und Le Louvre.

Wer Paris nicht als flâneur erlebt hat, hat Paris nicht gesehen. Ist so.

Hat jemand hier ein paar andere Tips? Das bleibt immer noch so schwierig, Tips für meine Geburtstadt zu geben. Ich sehe diese Stadt ja immer noch nicht mit den Augen von einem Touristen...

Urlaubspläne: Südfrankreich entdecken

5Juni
Vue-Bandol-sur-Mer

Da fänge ich erstmal mit der deutschen Marotte von Côte d'Azur an. Ok, eine Weltmarotte vielleicht. Aber irgendwie sieht es hier aus, als gäbe es hier zwei Topdestinationen wenn man es sich richtig leisten kann: Mallorca und die französische Küste. Schon mit der Erwähnung öffnen alle den Mund und rollen die Augen: Paradies ist bekannt, es befindet sich irgendwie am Mittelmeer.

Manche fahren nach Marseille, und zwar regelmässig. Eine Stadt, die ich persönlich nicht kenne, von der ich auch nicht wirklich träume. Da gibt es für mich mehrere Probleme, die regelmässig von Bekannten erwähnt werden: die Hitze (über 25 Grad bin ich unglücklich. bin also JETZT unglücklich), das Meer (oh ja, das mag ich an sich nicht. Faut pas chercher à comprendre...), die klare Anwesenheit der Mafia, die vol à la tire, die Gentrification. Aber andererseits soll die Küche dort herrlich sein, der Akzent bezaubernd (c'est l'accent du Sud, peuchère!), die Landschaften beeindruckend. Das kann ich wohl glauben: eine tolle Stadt für den Urlaub, vor allem wenn man sich da einleben kann. Sieh zum Beispiel hier um einen Eindruck zu kriegen!

Andere machen Camping oder finden eine nette Villa wo sie sich einleben können. Ich würde es empfehlen, eine kleine Stadt vorzuziehen, wo man auch ein Gespür vom alltäglichen Leben haben kann. Viele Franzosen, so um die 10 Millionen, haben ein zweites Zuhaus irgendwo im Land, das von einem Grossvater oder eine Grossmutter bewohnt wird. Ein Familienhaus, das während des Sommers noch von Familien besetzt wird. In diesem Sinne lohnt es sich für Touristen, mittendrin in der Stimmung zu sein und etwas gezieltes zu suchen. Schöne kleine Städte in der Riviera, die so was anbieten können, gibt es viele...Ich empfehle besonders die Gegend von Roquebrune-sur-Argens, Saint-Paul, Cagnes-sur-Mer, Menton, oder noch Bandol.

Manche Eigentümer sind dazu noch schlauer und vermieten das Haus solange sie es nicht benutzen können oder wollen. Als Beispiel vermietet ein Bekannter von mir, rund um das Jahr, ein Haus in Bandol. Er hat dafür eine Seite erstellt, zwar auf Französich, die man sich da angucken kann. Er versorgt seinen Mietern mit guten Ratschläge auf seiner Seite. Um einen kleinen Eindruck von dem Ort zu haben:

Vue-Bandol-sur-Mer

Bandol_la_plage

Merci à Jean pour les photos. Alle Rechte gehören ihm, diese Bilder sind nicht rechtsfrei.

Was kann man im Süden machen, ausser schwimmen und am Strand liegen? Na ja: essen (bouillabaisse und maïs grillé!!), trinken (pastis), wandern (seh mal die Beschreibungen von Pagnol zu verstehen, was ich meine...), kleine herrliche Städte entdecken. U.a kann man die Glasmacherei von Biot entdecken, das Parfümmuseum von Fragonard in Grasse besichtigen (tolle Erfahrung!), sich einen Ausflug nach Korsika leisten, oder den Spuren von berühmten Malern folgen: Picasso, Modigliani, Dali, Cézanne...Viel, viel zu tun. Und ich erwähne nur, was ich kenne. Ich habe nur ein paar Monaten in Nizza verbracht und bin nicht viel herum gefahren. Heisst: es gibt wesentlich mehr zu tun als nur auf dem Strand liegen.

A bon entendeur...