Warnung: in diesem Beitrag wird über das Wetter geredet. Intensiv. Wenn ihr schon den ganzen Tag darüber redet, könnte dieser Beitrag der Tropfen zu viel sein...

Berlin hat uns mittlerweile so einen schönen Sommer angeboten, dass ich letzter Zeit mich ganz ernsthaft die Frage gestellt habe, ob ich keinen dritten Regenschirm haben wollte. Es wird jetzt die grosse Ära von Regenschirmen, man sollte also was tun, oder? Zumindest in Berlin, wie ich es sehe.

Ich wohne im Regensland, und versuche dabei es so poetisch zu betrachten, wie es in der japanischen Kultur vorkommt. Nostalgisch. Beruhigend. Friedlich. Regen ist schön. Schirme sind der Hammer. Sie lassen einen elegant vorkommen. Ich liebe den Lärm von Tropfen auf Schirme. Man sollte sie nie unterschätzen. Vor allem im Sommer.

Umm, ok, das war jetzt offiziell. Die Wahrheit ist aber eher so: ich kann es nicht mehr. Man hat uns zwei Tagen Sonne ("Sonne" aha) gegönnt, jetzt ist das Wetter schwül und wechselhaft. Verzweifelt laufe ich mit einer Taschen herum, die meinen Regenschirm enthalten soll, wenn es nicht regnet. Aber es regnet ja- zwar mit Unterbrechungen.

Es gibt aber eine gute Nachricht. Und ja, sie bleibt thematisch. Die gute Nachricht ist, ich erinnere mich dabei an ganz vielen Lieder, Gedichte usw., die uns dabei helfen können, den Begriff "Regnen" zu mögen. Meine gute Laune will ich teilen, also los.

Im Bereich Musik:

- Cloclo hat uns einen tollen Lied hinterhergelassen (meine Güte, wie kann man so tanzen wollen? Verstehe ich nicht)

Ich liebe den ersten Satz...

- Jane Birkin kann uns gut beibringen, was das Wort "gadoue" heissen kann

Im Bereich Literatur:

- Verlaine schreibt in Romances sans paroles ein tolles Gedicht mit dem Thema "Regen in der Stadt":

Il pleure dans mon coeur Comme il pleut sur la ville ; Quelle est cette langueur Qui pénètre mon coeur ?

Ô bruit doux de la pluie Par terre et sur les toits ! Pour un coeur qui s'ennuie, Ô le chant de la pluie !

Il pleure sans raison Dans ce coeur qui s'écoeure. Quoi ! nulle trahison ?... Ce deuil est sans raison.

C'est bien la pire peine De ne savoir pourquoi Sans amour et sans haine Mon coeur a tant de peine !

Wobei man das auch als ein bisschen deprimierend interpretieren kann.

- Véronique Olmi hat einen kleinen netten Roman verfasst, dessen Titel freundlich ist: La Pluie ne change rien au désir.

Verschiedenes:

Man kann mit diesem Kinderlied sehr gut einschlafen:

Ich konnte noch mehr hier schreiben. Man weiss aber nie: lieber es erstmal für mich behalten, so kann ich hier einen weiteren thematischen Beitrag anschalten, falls August sich wie Juli entwickelt.