Frankreich für Dummies | Ein Frankreich Blog

Tag - Paris

Feed für Einträge - Feed für Kommentare

Blitzreise nach Paris- ein paar Ideen

Ich bin mir absolut sicher dass viele sich gut vorstellen können, nach Paris für ein Wochenende zu fahren. Das Problem ist aber für ganz viele, dass das Angebot an Museen, Sehenswürdigkeiten und leckeren Restaurants etwas überfordernd wirken kann.

Was sollte man unbedingt in Paris machen?

1/ Spontane Entdeckungen möglich machen

Ich bin eine grosse Fan von Karten die einen erlauben, einen Preis für ein grosses Angebot bezahlen zu können und nachher spontan was aussuchen zu können. Meine Reise enthalten immer ein Ziel und dann freie Zeit, die ich spontan am Ort organisiere, je laut meiner Laune. Von daher suche ich stets Angebote die mir dabei helfen, sowas zu machen. Paris ist keine Stadt zum Radfahren für nagelneue Touristen, von daher würde ich erstmal empfehlen, sich eine Karte zu besorgen, die die Verkehrsmittel und Eintrittsmöglichkeiten für grosse Museen anbietet. Ein Preis, kostenlose Eintritt bei den grössten Museen, Stadtrundfahrten, Vergünstigungen bei ein paar bekannten Laden. Was Paris angeht, empfehle ich entweder eine Lösung von der RATP (alle Zone von 1 bis 3 sollte man nehmen) oder einmal Paris-Pass. Normaleweise hilft diese Karte auch bei der Kosten von Fahrt bis dem Flughafen, die nicht gerade günstig sind (minimum Preis nach Roissy: 10 Euro ab dem Oper).

2/ Unvermeidliche Museen von Anfang an auswählen

Da ist es schwierig für mich was auszuwählen, das jeden Lesern hier zufrieden machen würde. Ist ja ganz unterschiedlich, kommt drauf an was jeder mag. Gegenwärtig hat Le Louvre eine sehr gute Ausstellung zum Thema Da Vinci und La Sainte Anne, die gerade restauriert worden ist. Würde ich auf jedem Fall weiterempfehlen, es dauert bis dem 25. Juni. Versailles, vor allem die Garten und Le Trianon und die Domain von Marie-Antoinette, ist eine Reise wert. Im Sommer gibt es immer was schönes mit den Brunnen.

3/ Kaffee nehmen, das Angebot von Bäckereien ausprobieren

Sich ruhig in einem Kaffee oder Salon de thé sitzten und gucken, wie die Stimmung ist. In Paris sind die Terrassen tendenziell immer voll. Anders sehen es wir anders nicht ein. Ein Buch oder eine Zeitung dabei haben, falls ihr alleine unterwegs seid. Mit dem Kellner oder der Kellnerin flirten, kostenlos und zwecklos, und dann seid ihr auch richtig. Zum Thema Salon de thé: natürlich sind Macarons toll, süss, bunt, lecker und was immer noch. Aber es gibt was anderes in Frankreich als das!!! Pitié. Probier mal um Gottes Willen was anderes. Financiers à la pistache, tarte au citron meringuée, crême brûlée, Paris Brest!!!!

Bäckerei in Paris

4/ Immer zu Fuss gehen und die Augen gut öffnen!!

  • Quartier Latin sehen. Als Startpunkt île de la Cité nehmen und dann los. Erstmal die Quais de Seine entlang, dann Richtung Luxembourg Garten. Da ist die Stadt geboren, da ist der Flair von Paris bis heute noch geblieben.
  • Lieber als zum Eiffelturm, Richtung Tour Montparnasse. Da hoch gehen lohnt sich (auch wenn die Preise noch nicht so günstig sind): man sieht ganz gut wie Paris von oben aussieht und es ist nicht so schrecklich voll wie auf dem Eiffelturm.
  • Dann Richtung Place de la Concorde und Le Louvre.

Wer Paris nicht als flâneur erlebt hat, hat Paris nicht gesehen. Ist so.

Hat jemand hier ein paar andere Tips? Das bleibt immer noch so schwierig, Tips für meine Geburtstadt zu geben. Ich sehe diese Stadt ja immer noch nicht mit den Augen von einem Touristen...

Noch nicht ganz bereit, nach Paris zurückzuziehen...

Wer um Gottes Willen kann sich vorstellen, so einen Preis für so eine Wohnung auszugeben? Die zukünftige Eigentümer in Paris sind für mich ein Geheimnis...

Pariser Wohnung zum Verkauf


Liebe Leute, ich hätte soviel das ich hier gerne noch schreiben würde...Die Wahlen, Paris am Ostern, die Leidenschaft meiner Mitbürger für culture gé, ein paar Filmevorstellungen, Beiträge über die französische Sprache.... Leider fehlt es mir letztens an Zeit und ich finde es nur schade, diesen Blog liegt mir am Herzen. Na ja.

Jedoch gibt es eine gute Nachricht: einiges ist schon vorgeplant (Rezepte, danach etwas über Paris) und zum Glück kann ich die nächsten Tagen eine Mitschreiberin vorstellen:)

Patience, on arriiiiiiiiiiive!!

PS: Wenn jemand mir bei der Fotos Einstellung helfen möchte, wäre es toll. Irgendwie ist alles in Ordnung in einzelnen Beitrag, aber nicht über die Homepage...Mrmrmrmr.

Autorempfehlung: Fred Vargas und die Adamsbergserie

In Frankreich ist der letzte Roman von Fred Vargas anfangs September herausgegeben worden. Es ist wie immer ein köstlicher Krimi, bei dem man ungern beim Lesen gestört wird. Adamsberg und seine kleine Welt lassen einen sich wirklich reinlesen. Vor allem sind die Dialogen ein Meisterwerk: dynamisch, zynisch, realistisch, spannend.

Worum es geht, für alle, die Fred Vargas bereits noch nicht kennen: in Paris versucht der Komissar Adamsberg ein Team zu führen, das aus mittlermässigen Politzisten besteht. Seine Methode sind eigenartig, dafür hat er Ergebnisse, die anderen schon neidig machen können. Seine Untersuchungen führen ihn oft dazu, mit Legenden und übernatürliche Gerüchte umgehen zu müssen, während seine Untergesetzte gegeneinander was unternehmen wollen. Ein Band nach einem anderen geniesst man diese Mischung zwischen dem Alltag eines Politzisten und aussergewöhnlichen Kriminaltaten.

Das letzte Buch, L'Armée furieuse, ist meiner Meinung nach noch besser als der vorletzte- hier Der Verbotene Ort. Diesmal wird Adamsberg aufgerufen, um einen vermissten Mann zu retten, der laut einer Legende bald ermordert werden soll. Drei anderen Mordfälle sollten folgen, und der zuständige Kommissar vom Ort will davon nichts wissen...etwas drängt Adamsberg vorbeischauen zu gehen, und eine geheime Untersuchung mitten in der Normandie anzufangen.

In Deutschland sind bis jetzt alle Romane von Vargas, so weit ich weiss, von dem Aufbau Verlag in einer hervorragender Art herausgegeben worden. Der Verlag gibt auch manche Titeln von Danielle Thierry heraus, was ein sehr gutes Zeichnen für Krimi sein soll- meinetwegen, zwar. Man kann nur hoffen, sie machen weiter mit der tollen Arbeit.

Vargas-die-dritte-Jungfrau

Dieses Cover und alle bestehende Rechten sind hier zu finden.

Es ist nicht einfach einen Autor zu finden, der in allen Ländern Erfolg hat, und zwar aus guten Gründen. Nämlich haben wir alle andere Erwartungen, und es lässt sich ganz gut ahnen wenn man sich die Mühe gibt die Bestsellers von einem Land bis einem anderen zu gucken. Was Deutschland und Frankreich betrifft: grob gesagt mögen Franzosen Büchern wo man ganz viel denkt, und Deutsche Büchern wo ganz viel los ist. In den letzten Jahren hat sich in der Tat die französische Literatur in der Richtung entwickelt, dass man sehr viel analysiert. Im Sinne von Psyschée, von Gefühlen, von Gedanken. Man redet da viel von Traumatismus, von Angst, manchmal auch von unglaublichem Glück. Sieh z.B Musso. Ca dégouline de bons sentiments...kein Wunder dann, dass sich hier in Deutschland vor allem französischen Krimis verkaufen lassen.

In dem Sinne...ich bräuchte ein neues Buch!

Gedanke des Tages...

A Berlin, on est un vrai bout de bois et ça fatigue, à Paris un vrai bout de viande et ça fatigue aussi...*

Wenn immer ich denke dass man hier "Angst" haben kann, sich in Berlin anbaggern zu lassen, kommt mir dieser Spruch im Kopf. Wenn Deutsche Frauen nur wussten, was fuer ein Glueck sie haben.

Man sollte das Leben in einer französischen Strasse beobachtet und mitgeteilt haben um verstehen zu können, was ich genau meine. Anbaggern. Ansprechen. Pfeifen. Jeden Tag, mehrmals pro Tag. Kommt einer Frau sehr lästig vor, wird also ignoriert, manchmal auch gefährlich fuer die Frau die zu offensichtlich oder zu lange ignoriert. Man will davon weg, es sei denn, man hat es gerade entdeckt und es naiv geniessen kann.

Verliert man das, dann freut sich man erstmal. Eine gute Weile. Man ist endlich frei, nur dezenten Männer auszuwählen. Aber dann merkt man auch, man hat sich irgendwie daran angewöhnt, kostenlose Komplimente zu kriegen. Laisse passer la lune. Fais moi un bisou. Tu es vachement belle. C'est un excellent dragueur, tu vas voir. Eh vas- y file moi ton numéro! Mademoiselle!

Sieh z. B hier. Nicht umsonst ist Paris als Stadt der Liebe bekannt. Aber nicht, wie Deutsche und Ausländer es sich normaleweise einbilden. Paris ist eine Stadt des Anbaggerns, der billigen Sätzen. Ob dann Franzosen dazu noch romantisch sind, das ist eine andere Frage, die ich hier nicht beantworten werde. Dagegen ist Berlin die Stadt der angeblichen Gleichgültigkeit und verpassten Gelegenheiten. Kommt einer nah, ist es schon extrem aufdringlich und gefährlich. Ausser fuer Franzoesinnen: wir ignorieren mit einer unglaublichen Begabung- Jahren Erfahrung helfen dabei. Passiert in Berlin dafür selten: man hat es lieber, eine Anzeige danach anzuschalten und drin zu schreiben, man hätte es nicht gewagt. Und dann verschwindet alles in die Luft, gute und schlechte Treffensgelegenheiten.

Ich muss spinnen- ich, sowie ganz viele Bekannte hier. Wir spinnen alle. Uns gefaellt weder die französische Art in der Strasse anzubaggern noch die deutsche Unaufmerksamkeit mehr. Nicht das wir sie nicht haben wollen, ist doch angenehmer so auf der Strasse. Sondern dass das u.a uns denken laesst, wir sind Holzteilen geworden.

Ist das eine Phase in der Eindeutschung? Oder spinnen grundsaetzlich alle Franzosen mit dieser Anbaggerntradition?

  • In Berlin ist man Holz, das geht auf die Nerven, in Paris Fleisch, das geht auch auf die Nerven...''

Spontane Gedanken zum Thema Urlaub- Empörung

Ich habe letzter Zeit eine ganz persönliche Folge der Théorie du complot entwickelt. Das beunruhigt mich etwa: normaleweise kriege ich nix mit, wenn es die Rede von Komplott wird. Viel zu kompliziert: sie wissen die Wahrheit. Ah, ich korrigiere, und da ist das Problem: sie (wer ist sie, das ist schon problematisch) wissen von mehrere Wahrheiten. Der einer sagt mir bescheid, man ist nie auf dem Mond getreten. Der andere meint, Jeanne d'Arc ist nicht gebrannt worden, sondern hat Kinder gehabt, deren Kinder einen verborgenen Schloss in Lothringen bis heute haben. Meine Welt bricht zusammen...

Thematische Beispiele, die mich - u.a- traumatisiert haben:

- Marion Cotillard ist der Meinung, der 11.09.2001 ist gaaaaaaaaanz anders als wir es alle glauben- hab in den letzten Jahren (3? 4?) nicht wirklich mitgekriegt, worauf sie eigentlich hinaus will, klingt aber interessant aus (u.a wird einen ähnlichen Turm in Spanien erwähnt, der genau das selbe Problem- aber anders, sonst hätten wir alle davon auch bescheid gewusst- gehabt hat, und bei dem es völlig anders geworden ist, insofern keiner am Fernsehen gelogen hat. Also genau das selbe, nur doch anders, weil der Turm ja anders war). Leider geht ihre Denkensart für mich angeblich etwas zu schnell (Beispiel hier. )J'ai toujours pas compris.

- Dinosaurier der Politik und allgemein des Lebens-zwar nicht alle, aber doch welche- haben ernst behauptet, mit gutem Gewissen, DSK sei ein Opfer gewesen, und nicht das Gegenteil. Das geht auch zu schnell- zwar habe ich wesentlich weniger Zeit gehabt, so um die 2 Wochen, vor dem Ende der Schockwelle, um ihre Meinung mitkriegen zu können. Es ging vor allem darum, er hätte nicht anders machen können. Tolle Zusammenfassung der Stimmung gibt es da. Beispiel aus dem Blog von Jean-Michel. Die concierges haben sich in Paris (schicke Orte, ausschliesslich) beim Friseur gesammelt, wo ich leider zufällig auch war (warum hab ich denn einen schicken Friseur ausgesucht, das ist auch eine Frage), und haben stundenlang sich mit dem Thema und dem Thema Wichtigkeit der Schönheit bei Frauen beschäftigt. Epuisant, surtout quand on ne comprend pas tout.

Also ihr versteht jetzt warum ich mir Sorge tue: ob jemand mich da glauben kann, in dieser Welt von Unsicherheit? Doch will ich meine Chance ausprobieren. Es ist wichtig. Es ist brisant. Empörend. Und zwar:

ALLE FAHREN NACH PARIS. ALLE.

Ich glaube nicht mehr, dass alle wie ich um die 4 oder 5 Wochen Urlaub kriegen. Das ist eine Lüge. Ich glaube auch niemanden mehr, der behauptet, er hat kein Geld, ohne vorher zu überprüfen, ob er im letztem Monat nach Paris gefahren ist. Da geht es nicht ums Geld, sondern um Paris. Ich mach Statistik: noch einer nach Paris? Alleine? Zu zwei? Mit der Familie? 3 Tage? Mehr?

Meistens gibt es folgende Ereignisse: 1/ Reisende sagen vom Anfang an, sie sind pleite. Schon bevor sie die Karten gebucht haben. So erkennt man jemand, der nach Paris fahren möchte. 2/ sie planen einen Urlaub in Paris. Suchen einen günstigen Hotel, packen dann etwas verzweifelt Energieriegeln im Gepäck. Man weiss ja nie, was da passieren kann. Im Nachhinein wissen sie aber, diese Riegeln hat man normaleweise im Flughafen schon alle gegessen. Wenn sie zuviele nehmen, dann weiss man dazu noch, sie sind wenigstens schon einmal gefahren. 3/ sie werden tatsächlich pleite (Grund? Keine Ahnung!). 4/ ich erfahre davon. Drama. 5/ nein, sie haben kein Geld mehr, um einen Ausflug in DE über das Wochenende zu planen: ._.

Ich verstehe es nicht: man hat stets unter den Augen folgende Landschaften:Spreeblick. Und dann will man doch das sehen:Quais de Seine- Notre-Dame. Ich auch!!

Warum? Wieso? Ich bin doch die einzige die permanent hin und zurück aus dem Grund: "Urlaub" fliegen sollte! Denn ich weiss, was für eine tolle Stadt Paris für Touristen sein kann. Sehr gut. Zu gut.

Der nächste, der mir sagt, "ich-hab-kein-Geld-mehr", der wird von mir hören. Ich komme mit ins Gepäck, ganz diskret. An der Stelle von Energieriegeln. Alles klar?!

- Seite 1 von 2