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Tag - Paulette - Frankreich für Dummies | Ein Frankreich Blog

Frankreich für Dummies | Ein Frankreich Blog

Tag - Paulette

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Omas Schokokuchen- mein Rezept

Im Bereich Kochen und Backen bin ich überhaupt nicht begabt. Es verlangt viel zu viel Geduld und Aufmerksamkeit, das sind leider Eigenschaften die ich vielleicht für Menschen habe, aber eben nicht für Kochen. Ich will ja essen, wenn ich Hunger habe. Möglichst schnell. Zu schnell, um eben einen Meisterwerk schaffen zu können.

Es gibt aber zum Glück etwas, das mir immer gelingt und das ziemlich einfach ist. Es hat zwar nichts mit der Küche von Elodie oder Aurélie zu tun, es ist schlicht, und es schmeckt allen. Es ist ein himmlicher Schokokuchen. In Parties ist es immer der erste Kuchen, der verschwindet. Es freut mich, sonst würde ich gar keine Antwort mehr haben zur Frage Und? was ist Deine Spezialität? (Frauen...) Da man mich immer wieder nach diesem Rezept fragt und davon ausgeht, ich kann wirklich backen, wollte ich hier das folgende einmal schreiben:

A/ Nein, ich kann nicht wirklich backen. * Macht der Wiederholung, wenn D. mich liest, wird er -vielleicht- endlich verstehen.* Und ja, man kann damit leben. Problemelos. Man muss nur bei Freunden oft essen.

B/ Ja, dieser Kuchen ist ungesund. Sehr. Liebe Leserinnen, vielleicht solltet ihr jetzt aufhören diesen Beitrag zu lesen.

Dieses Rezept hab ich von meiner Oma gekriegt, es soll eine Variante von dem französischen Rezept Reine de Sabba sein.

Ich gehe aber davon aus, jemand hat es während eines Krieges erfunden und hat einfach alles reingebacken, was einen am Leben halten könnte. Es kann sogar sein, dass das Rezept nach so einem Dialog entstanden ist:

- Schatz, ich bin von Einkaufen zurück. Und rate mal was, ich habe Schokolade gefunden!

- Schokolade?! Im Ernst? Wieviel denn?

- 150 g! Toll, oder? Wie wollen wir sie essen?

- Na, wie wäre es mit etwas Butter?

So entstand wahrscheinlich das schlimmste und einfachste Rezept der Welt, das bis heute noch benutzt wird, trotz der Existenz von Weight Watchers.

Vor ein paar Jahren, nachdem ich den Grund verstanden habe, weshalb es überhaupt Weight Watchers gibt, hab ich erst mitgekriegt, wie fettig und gefährlich mein Stammschokokuchen war. Ich habe ihn also, zwar mit schweren Herzen, etwas angepasst. Etwas. Ihr könnt ja nicht ahnen, wie weit es vorher ging. Nicht das es nicht schlimm bleibt, aber jetzt backe ich diesen Kuchen so:

  • 150 g schwarze Schokolade
  • 3 Eier
  • 130 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 1 grosser Löffel Mehl oder Maizena
  • Salz- oder gesalzene Butter benutzen, da schmeckt es am besten.

Stufen:

  • Schokolade und Butter langsam zusammen schmelzen lassen, gut zusammenrühren. Aus dem Herd nehmen.
  • Zucker hineinfügen, rühren, Eiergelbe (eins nach dem anderen) hineinfügen und schnell rühren, sie dürfen nicht einig bleiben oder kochen.
  • Eierweiss mit etwas Salz schlagen, bis es ganz hoch und fest wird. Hineinfügen, gut rühren.
  • Mehl und Salz nach Geschmack als letztes hineinfügen und gut zusammen rühren.
  • In die Backform wie üblich hineinschieben.
  • Backen, ca. 20 Min. mit Hitze 6 für Backoffen. Der Kuchen darf in der Mitte nicht so fest gebacken werden, er hat ein "Fondant" Aspekt an sich.

Das Rezept ist toll für Kinder, es ist einfach ihnen damit die Grundlagen des Backens beizubringen. Sie fragen es auch spontan, eigentlich in dem Fall ein bisschen wie die Erwachsenen. Und wer das isst, denkt an seiner Kindheit. Garanti. Nächstes Mal mache ich Fotos und packe ich sie rein. So könnt ihr verstehen, was ich mit dem ganzen Kramm meine :)

Ein Jahr Frankreich für Dummies

Tja, solange ist es soweit, dass das erste Jahr von diesem Blog schon vorbei ist. Le premier anniversaire, 55 Beiträge, und ganz viel Spass dabei!

Das Projekt hat sich doch ganz gut entwickelt und hat eine laannnnnnge Zukunft vor sich. Ein paar Ideen hier und da, neue Aussichten, neue Lust, Paulette version 2012, und so wird dieser Blog immer besser.

Wobei: aus verschiedenen Gründen ist es in den letzten Monaten nicht so wild gebloggt worden wie ganz am Anfang, und dafür möchte ich mich nicht wirklich entschuldigen. Sich entschuldigen, dass man nicht bloggt, das ist

a/ ein klassischer Fehler

b/ von meiner Sicht eigentlich dumm.

Ein Blog ist in sich Zeit, die einem fremden, unbekannten Publikum verschenkt wird. Ich habe Euch zwar sehr lieb, aber ich möchte eben nicht dass es einen Bedarf für mich gibt, stets in meinem Admin zu sein. Der Blog ist eben dafür da: Spass. Mit der Sprache, korrekt oder schlecht, mit meiner kleinen Anzahl von regelmässigen Lesern die mich langsam gut kennen, und mit meinem Humor. Und es ist eigentlich gut so.

Ich empfehle Euch an die Facebook-Gruppe teilzunehmen. Das ist frisch installiert worden und macht es einfacher für unregelmässigen Beiträgen;)

In diesem Sinne: es lebt jetzt das zweite Jahr von Frankreich für Dummies!

Thema: Wohnung

Dieser Blog wird langsam viel zu witzig. Das geht nicht. Aber ehrlich gesagt, weiss ich nicht ob es sich heute noch ändern kann. "Heute" meine ich hier im Sinne von dem Beitrag von heute. Wenn es nicht klar war.

Ich bin mittlerweile seit 8 Monaten in meiner ersten deutschen eigenen Wohnung. Alles was ich erlebe, kann ich nicht als typisch Deutsch beschreiben. Schon klar. Aber es gibt welche Punkte die mich so verwirren, dass ich sie hier doch erwähnen möchte:

- das ist keine WG mehr. Und wenn man weiss, wie ich diesen Begriff von WG mit Deutschland verbunden habe, versteht man besser. In Frankreich hat man meistens eine WG wenn man studiert. Aber wenn man arbeitet...? Dagegen ist Berlin ein WG-Reich. Ich stehe doch in meiner Küche und glaub es immer noch nicht. Da gibt es doch Platz und es ist meine Küche. Nur für mich. Unglaublich.

- ich habe sogar meine WG-Rebellion Zeit überwunden. Denn wenn mann regelmässig leidet unter dem Reich des Putzplans oder eher der kompletten Abwesenheit eines klaren Plans und der Not einen zu entwickeln, will man danach seinen eigenen haben und ihn manchmal bewusst doch umplanen. Freiwillig. Fensterputzen soll am Samstag gemacht werden, wird aber eher am Do. gemacht. Das ist das neueste Gesetz in der Wohnung. Punkt.

- wie man sich mit dem Stromanbieter am Telefon benehmen soll und generell sich ausdrücken soll, weiss ich durch Erfahrung. Manche Konversationen vergisst man eigentlich nie. Stromanbieter, Gasanbieter und Internetanbieter funktionieren eigentlich völlig anders als bei uns. Und das nicht nur wegen der Sprache, sondern auch wegen dem Wettbewerb, den es hier auch wirklich gibt. Ich meine, wir haben EDF, GDF, und dann eine grossere Auswahl zwischen vielleicht 3 Internetanbieter. So grundsätzlich genommen. Es wird sich allmählich ändern, aber wie soll ich denn bitte darauf kommen, ein Gasanbieterwechsel zu untersuchen, wenn ich 25 Jahre lang nur von einer Firma gehört habe? Bei uns gibt es GDF, wie gesagt. Punkt. Es ist günstig. Punkt. Als ich erwähne, ich will überprüfen, ob mein Stromanbieter wirklich gut ist, tuen sich Franzosen leichte Sorgen um mich, während Deutsche mir wilde Ratschläge geben. GDF kann ein Leben beeinflussen.

- ich habe nicht nur ein Abo bei der BVG, sondern auch bei Ikea und beim Baumarkt. An einer der Stellen bin ich jede Woche mindestens einmal. Es ist langsam so weit gekommen, dass ich weiss, wo man die günstigsten Pflanzen kaufen soll und fast kichere wenn ich erfahre, andere haben doch mehr bezahlt als was sich lohnt. Mouahaha.

- die Tatsache, dass ich eine IKEA Stammkundin geworden bin bedeutet leider nicht, ich kann die Möbeln selber perfekt bauen. Eher im Gegenteil. Am Ende sitzt man manchmal -also ich- irgendwie erschöpft auf einem vergessen Stuhl und meint, man hat alles gemacht wie laut Hinweisen also warum um Gottes Willen bleibt uns denn eine einzige Schraube auf der Hand übrig?! Ergebnisse halten zwar, aber können schon erstaunlich sein. Sieh darunter. Obwohl man doch dabei etwas stolz sein kann, das ist selbst gekauft und selbst gebaut worden.

Schranktüren-selbst gebaut

Ich hätte vorher nie geglaubt, dass man soviel Spass an einer komplizierten Installation im Ausland haben könnte. Nicht alles ist gut oder einfach, was ich habe. Mich nervt es manchmal auch unglaublich viel. Aber Spass gibt es auch, an jeden Schritt. Selbst die Tatsache dass ich Probleme mit der Bohrmaschine habe lässt mich leicht lächeln. Komisch.

Edit: Dieser Blog macht jetzt eine Pause, da seine Eigentümerin ein paar Tage lang sich unbedingt und zwangsmasse ausruhen soll. Im Sinne von "Omar m'a tuer". Blöde Ope. Comprenne qui pourra, attende qui voudra ;)

Erste Kontakte mit der deutschen Sprache

Ich hab bei einem französischen Urlaub immer ein bisschen Nostalgie. Man träumt da von Kindheit, von der schönen Zeit wo alles einfach war und man nur naïve Träume hatte. Ahem, das zeigt sich den Alter glaube ich...

Diesmal bin ich auf meine erste richtige Kontakte mit den deutschen Sprachen gestossen. In der Form von Tagebücher, die ich während meiner ersten Aufenthalt in deutschsprachigen Länder aufschreiben müssen habe. Drei von denen habe ich behalten, die haben was besonderes an sich, zumindest wie ich es mir vorstelle.

Tagebücher_Deutsch

In Frankreich sind zwei Fremdsprache in der Schule Pflicht, darunter muss Englisch sein. Beliebt sind dazu Deutsch und Spanisch, die erste Sprache muss mit maximal 12 angefangen werden. Debatte werden regelmässig geführt, wie früh man damit anfangen soll. Ab Kindergarten, laut den letzten Theorien. Ich warte noch gespannt ob es sich tatsächlich auf Dauer einsetzt...

Was mich angeht, habe ich das grosses Glück gehabt, Deutsch mit 8 Jahren anfangen zu dürfen. Wobei es damals sich mehr als "müssen" gefühlt hat. Ich bin mir nicht so sicher, ob es komplett mit dem letzten Versuch der Regierung zu tun hatte, oder ob es nur an der Wahl der Schule hing. In allen Fällen habe ich ganz brav Deutsch mit richtigen Deutsche Lehrerinnen anfangen können, und das noch sehr früh. In "10ème", anders gesagt "CE2", habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen, bzw. erinnere ich mich vor allem daran, dass es uns erklärt worden ist, wer Sankt Nikolaus war (...). In "7ème", also mit ca.11 Jahren, bin ich erstmal nach Berlin gefahren, dank einem Schulenaustausch. Das Ergebnis ist ein tot langweiliges Tagebuch, das ich sogar auf Französisch verfasst habe.

Tagebuch_Berlin

Für meine Verteidigung war das Tagebuch des nächsten Jahres auf Deutsch, und viel spannender:

Tagebuch_Saarbrücken

Tatsächlich: wenn man näher guckt, sieht man was mein erster kultureller Schock war:

Saarbrücken_Melonen

Die Melonen sind nicht normal. Alles klar, das Gefühl habe ich zwar unterdrückt, bleibt aber bis heute noch ;)

Ich frage mich aber, wie viel Glück ich gehabt habe, um dreimal mit der Schule fahren zu dürfen. Erstmal warum ich innerhalb der Schule dieses Glück gehabt habe (nur die Hälfte der Klasse durfte dahin. Vermutung: meine Lehrer haben gedacht, mein Deutsch hat es gebraucht. Hatte tatsächlich schlechte Noten). Und dazu noch, wie es sein kann, dass es so viele Möglichkeiten gab. Es kann sein, dass es dadurch gekommen ist, dass unsere Lehrerinnen dank ihrer Staatsangehörigkeiten Verknüpfungen hatten. Ich bin nie mit der Schule nach England gefahren. Keiner hat das gemacht. Und die andere Schule haben das auch nicht angeboten, glaube ich...Eine besondere deutsch-französische Freundschaft vielleicht?

Das Rätsel der Französin ohne Akzent?!

Heute wieder das Thema Akzent, diesmal aber auf einer persönlichen Ebene.

Ich habe es nämlich endlich geschafft, mich dazu zu entscheiden, einmal bei der Logopädierin aufzutauchen um eine Meinung über meine Stimmprobleme insgesamt zu kriegen. Ich hasse es eigentlich, einen Akzent zu haben, und auffällig zu sein- das versteht hier keiner, ich weiss. Seit Jahren habe ich versucht, den blöden Akzent unterzudrücken. Die Logopädierin ist dafür heute der festen Meinung gewesen, ich hab doch keinen Akzent. Genauer gesagt: technischerweise, gar keinen, sondern nur Sprachprobleme. Praktisch meint sie, meine Aussprache klingt weder Deutsch noch Französich: ich rede einfach, ohne Deutsch zu klingen, aber ohne unbedingt Französin zu klingen. Und das nach zwei profi Testen. Franzosen, laut ihr, haben ganz viele Probleme die bei mir nicht auftauchen. *gleichzeitig sehr stolze, sprachlose und SEHR ungläubige Paulette.*


Hier erstmal die Konversation, die ist noch frisch:

Logopädierin: Also, ich hab drei Probleme bemerkt, aber irgendwie ist es sehr seltsam. Erstens, Sie haben gar keine Betonung wenn Sie auf Deutsch reden. Heiss, Sie reden praktisch flach, im Gegenteil von Franzosen die am Ende des Satzes systematisch betonen und dann leiser reden. Und im Gegenteil von Deutschen, die normaleweise den ersten Teil der Wörten betonen.

Paulette: Wie? Kann man es so machen, dass der Satz überhaupt nicht betont wird? Mach ich das? Echt? |stellt sich gerade vor, sie kann mega langweilig auf Deutsch sein. Denkt darüber nach|

Logopädierin: Ja. Ich vermute mal, Sie haben es spontan mitgekriegt, dass der Rythmus des Satzes auf Deutsch anders lautet und haben es geschafft, die französische Betonung rauszupacken. Das heisst aber nicht, dass Sie es wie Deutschen reden, weil Sie gar nicht betonen. Ein Wort mit drei Silben sprechen Sie ganz flach aus. Jede Silbe gleichgültig, so zu sagen.

Paulette: ... |Ja klar habe ich es bemerkt und unterdrückt. Habe sogar es hier schon hinter den Zeilen erwähnt!|

Logopädierin: Problem Nummer zwei. Sie haben eine leichte Stossstörung allgemein. Diese Störung taucht auf Deutsch häufiger, weil die Sprache sie öfter aufruft. Nämlich ist das "ch", "sch" usw. schwierig für Sie, weil Ihre Zunge die falsche Muskulatur hat.

Paulette: Ich vermute mal also, das wird sehr schwierig zu korrigieren.

Logopädierin: Eigentlich nicht. Es wird sogar viel leichter als die Betonung sein. |Bin mir nicht sicher, ich hab das mit der Muskulatur der Zunge richtig verstanden...war dafür so verwirrt|

Logopädierin: Problem Nummer drei, sie lassen das Ende der Wörter fast jedes Mal quasi verschwinden.

Paulette: Ja, ich weiss. Also: ich vermute mal, ich weiss. Ist doch Absicht: ich habe keine Ahnung von Pluralformen. Ausserdem ist schnell reden praktischer um Fehler zu verbergen!

Logopädierin: Ahja. Ich verstehe schon.

Paulette: ...Aber...Err...Wenn ich das zusammenfasse, errr, was Sie gerade gesagt haben, es heisst praktisch...dass ich akzentenlos rede? Also ich meine, technicherweise könnte ich auch Japanerin sein und genau so reden?

Logopädierin: Ja, das ist genau richtig. In anderen Wörtern hat Ihre Herkunft meiner Meinung nach gar keinen Einfluss über Ihre Sprachweise. Ausser von Momenten, wo Sie Müde sind oder geärget sind, was wohl eine andere Sache ist. Man spricht da spontan wie bei sich

Paulette: ...

Logopädierin:...


Was ich gelernt habe: A, dass ich den Akzent soweit es geht von mir selber rausgenommen habe *Feuerwerk, Stolz, Tränen, Emotion*. B, dass ich vielleicht irgendwann es spontan schaffen werde , die Betonung richtig auszusprechen. Ist eigentlich auch möglich, falls es mir doch durch den Schädel kommt, hier endgültig zu bleiben. Aber Übungen extra dafür sind ganz viel Aufwand, jetzt dass ich mich daran gewönht habe, gar keine Betonung zu benutzen. C, dass ich einfach Pluralformen endlich mal doch lernen soll und daran denken soll, sie nicht mehr verschwinden zu lassen. D: die Stossstörung kann ich sehr schnell loswerden. 3, 4 Behandlungen sollten den Trick machen.

Jetzt bleibt also die Frage, die ich ihr gestellt habe, und worauf ich keine Antwort gekriegt habe: wieso werde ich systematisch als Französin anerkannt? Von der reinen Theorie her, sollte sich der Ansprechspartner erstmal fragen, ob ich vielleicht doch aus Polen, Uruguay oder Himmel und was immer bin. Gibt es denn eine Aura, die mir folgt? La Marseillaise als Begleitungsmusik, eine Baguette auf der rechten Wange und einem Camembert auf der linken Wange gemalt vielleicht...? Es stimmt schon, dass eine handvoll Leute es mir gesagt haben, man könnte es manchmal nicht mercken. Das hatte ich aber als reiner Kompliment genommen und nicht weiter darüber nachgedacht. Also wenn so viele mir das Gegenteil sagen, spontan damit anfangen, auf Französich zu reden, tolle Sätze wie "ah, Du bist Französin? Wie schön! Ich liebe Baguette!" sagen und wenn ich so viele "Abendteuer" mit dem Akzent gehabt habe...? Ich kann es einfach nicht glauben.

Meine Vernunft sagt mir: es muss was mit dem frühen Einlernen von der Sprache zu tun haben. Ich freue mich zögerlich doch, es ist schön :) Ich lasse also erstmal das mit der Behandlung des Akzenten liegen und konzentriere mich auf einer anderen Sprachstörung, nämlich lauter Redeweise. Und ich kann vernünftig hoffen, ich werde mich irgendwann doch eindeutschen, auch wenn sie nicht unbeding 100% richtig ist.