Frankreich für Dummies | Ein Frankreich Blog

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Wie mache ich eine Französin an?

...fragen sich manche Männer hier. Also hier einmal ein Video zum Nachdenken:

Na gut, ich empfehle sich vor allem an die Ideen zu erinnern. Weil sonst...funktioniert es nicht unbedingt ;)

Muskatnuss Herr Müller!

Hier mal die franzoesische Version eines bekanntes Moments des Grand Restaurant.

Ich lach mich jedesmal kapputt. Sein Akzent ist toll. Hab mich aber immer wieder gewundert, warum es hier auch -angeblich- so gemocht wird, vor allem wenn es auf Deutsch anders sychronisiert worden ist...Nun ja, wenn wir zusammen lachen koennen, ist es doch schoen, oder?

Spontane Gedanken zum Thema Urlaub- Empörung

Ich habe letzter Zeit eine ganz persönliche Folge der Théorie du complot entwickelt. Das beunruhigt mich etwa: normaleweise kriege ich nix mit, wenn es die Rede von Komplott wird. Viel zu kompliziert: sie wissen die Wahrheit. Ah, ich korrigiere, und da ist das Problem: sie (wer ist sie, das ist schon problematisch) wissen von mehrere Wahrheiten. Der einer sagt mir bescheid, man ist nie auf dem Mond getreten. Der andere meint, Jeanne d'Arc ist nicht gebrannt worden, sondern hat Kinder gehabt, deren Kinder einen verborgenen Schloss in Lothringen bis heute haben. Meine Welt bricht zusammen...

Thematische Beispiele, die mich - u.a- traumatisiert haben:

- Marion Cotillard ist der Meinung, der 11.09.2001 ist gaaaaaaaaanz anders als wir es alle glauben- hab in den letzten Jahren (3? 4?) nicht wirklich mitgekriegt, worauf sie eigentlich hinaus will, klingt aber interessant aus (u.a wird einen ähnlichen Turm in Spanien erwähnt, der genau das selbe Problem- aber anders, sonst hätten wir alle davon auch bescheid gewusst- gehabt hat, und bei dem es völlig anders geworden ist, insofern keiner am Fernsehen gelogen hat. Also genau das selbe, nur doch anders, weil der Turm ja anders war). Leider geht ihre Denkensart für mich angeblich etwas zu schnell (Beispiel hier. )J'ai toujours pas compris.

- Dinosaurier der Politik und allgemein des Lebens-zwar nicht alle, aber doch welche- haben ernst behauptet, mit gutem Gewissen, DSK sei ein Opfer gewesen, und nicht das Gegenteil. Das geht auch zu schnell- zwar habe ich wesentlich weniger Zeit gehabt, so um die 2 Wochen, vor dem Ende der Schockwelle, um ihre Meinung mitkriegen zu können. Es ging vor allem darum, er hätte nicht anders machen können. Tolle Zusammenfassung der Stimmung gibt es da. Beispiel aus dem Blog von Jean-Michel. Die concierges haben sich in Paris (schicke Orte, ausschliesslich) beim Friseur gesammelt, wo ich leider zufällig auch war (warum hab ich denn einen schicken Friseur ausgesucht, das ist auch eine Frage), und haben stundenlang sich mit dem Thema und dem Thema Wichtigkeit der Schönheit bei Frauen beschäftigt. Epuisant, surtout quand on ne comprend pas tout.

Also ihr versteht jetzt warum ich mir Sorge tue: ob jemand mich da glauben kann, in dieser Welt von Unsicherheit? Doch will ich meine Chance ausprobieren. Es ist wichtig. Es ist brisant. Empörend. Und zwar:

ALLE FAHREN NACH PARIS. ALLE.

Ich glaube nicht mehr, dass alle wie ich um die 4 oder 5 Wochen Urlaub kriegen. Das ist eine Lüge. Ich glaube auch niemanden mehr, der behauptet, er hat kein Geld, ohne vorher zu überprüfen, ob er im letztem Monat nach Paris gefahren ist. Da geht es nicht ums Geld, sondern um Paris. Ich mach Statistik: noch einer nach Paris? Alleine? Zu zwei? Mit der Familie? 3 Tage? Mehr?

Meistens gibt es folgende Ereignisse: 1/ Reisende sagen vom Anfang an, sie sind pleite. Schon bevor sie die Karten gebucht haben. So erkennt man jemand, der nach Paris fahren möchte. 2/ sie planen einen Urlaub in Paris. Suchen einen günstigen Hotel, packen dann etwas verzweifelt Energieriegeln im Gepäck. Man weiss ja nie, was da passieren kann. Im Nachhinein wissen sie aber, diese Riegeln hat man normaleweise im Flughafen schon alle gegessen. Wenn sie zuviele nehmen, dann weiss man dazu noch, sie sind wenigstens schon einmal gefahren. 3/ sie werden tatsächlich pleite (Grund? Keine Ahnung!). 4/ ich erfahre davon. Drama. 5/ nein, sie haben kein Geld mehr, um einen Ausflug in DE über das Wochenende zu planen: ._.

Ich verstehe es nicht: man hat stets unter den Augen folgende Landschaften:Spreeblick. Und dann will man doch das sehen:Quais de Seine- Notre-Dame. Ich auch!!

Warum? Wieso? Ich bin doch die einzige die permanent hin und zurück aus dem Grund: "Urlaub" fliegen sollte! Denn ich weiss, was für eine tolle Stadt Paris für Touristen sein kann. Sehr gut. Zu gut.

Der nächste, der mir sagt, "ich-hab-kein-Geld-mehr", der wird von mir hören. Ich komme mit ins Gepäck, ganz diskret. An der Stelle von Energieriegeln. Alles klar?!

Französisch für Anfänger: erstmal "putain" verstehen

Heute ist mir ein lustiges Video bekannt geworden. Es ist sehr übertrieben, klar, aber es erinnert mich daran, dass wir Franzosen eigentlich viele Füllungswörte benutzen, die es auf Deutsch nicht so häufig gibt. Z. B. wird das Wort "halt" auf Deutsch in der Umgangsprache häufig benutzt. Zumindest von mir;) Aber was sonst...? Gibt es welche Wörte die einfach alles bedeuten können? Wenn ja, dann freue ich mich unglaublich darüber. Es wäre so Französisch-freundlicher...

Nun gut, ich wollte jetzt eine kleine Einleitung zum Video machen. Diesmal geht es um das Wort "putain". "Putain" bedeutet ursprünglich Hure. Es wird selten in der Form benutzt (an der Stelle eine Abkürzung: "pute") und wenn ja, dann meistens um was völlig anderes zu beschreiben. "Putain" ist also oft mit "merde" vergleichbar, aber gilt auch für die Überseztung von verdammt, schrecklich (als Adverb), mist, ach, usw. Das Video spricht für sich selbst:

Das schöne daran ist, es stimmt leider bei der Jugend oft. Ich bin damals auch davon betroffen worden, während des Studiums. Zum Glück kann es auch leicht verschwinden, vor allem wenn man da ein bisschen Abwechslung einführt:

Das ist ein Auszug aus einem Sketch von Les Inconnus, die ich schon hier erwähnt habe. Dieser Sketch ist eine Nachmachung von Les Oscars, es gibt da vieles lustiges. Dieser Auszug stimmt: wir haben so viele navets (schlechte Filme) die gar keinen Dialog enthalten gehabt haben, sodass die Konversation hier einem fast realistisch vorkommt.

Also, en résumé, was sagt ein Franzose, mindestens viermal am Tag, für sich alleine oder sogar ganz offen? Putain. Merde. Fait chier. Bordel. Wenn ihr das mitkriegt und putain auch spontan benutzen könnt, dann könnt ihr als zweisprachig rüberkommen, zumindest "tun als ob" wenn es nur da um Umgangssprache geht. C'est clair comme ça putain merde?

Urlaubspläne: Südfrankreich entdecken

Da fänge ich erstmal mit der deutschen Marotte von Côte d'Azur an. Ok, eine Weltmarotte vielleicht. Aber irgendwie sieht es hier aus, als gäbe es hier zwei Topdestinationen wenn man es sich richtig leisten kann: Mallorca und die französische Küste. Schon mit der Erwähnung öffnen alle den Mund und rollen die Augen: Paradies ist bekannt, es befindet sich irgendwie am Mittelmeer.

Manche fahren nach Marseille, und zwar regelmässig. Eine Stadt, die ich persönlich nicht kenne, von der ich auch nicht wirklich träume. Da gibt es für mich mehrere Probleme, die regelmässig von Bekannten erwähnt werden: die Hitze (über 25 Grad bin ich unglücklich. bin also JETZT unglücklich), das Meer (oh ja, das mag ich an sich nicht. Faut pas chercher à comprendre...), die klare Anwesenheit der Mafia, die vol à la tire, die Gentrification. Aber andererseits soll die Küche dort herrlich sein, der Akzent bezaubernd (c'est l'accent du Sud, peuchère!), die Landschaften beeindruckend. Das kann ich wohl glauben: eine tolle Stadt für den Urlaub, vor allem wenn man sich da einleben kann. Sieh zum Beispiel hier um einen Eindruck zu kriegen!

Andere machen Camping oder finden eine nette Villa wo sie sich einleben können. Ich würde es empfehlen, eine kleine Stadt vorzuziehen, wo man auch ein Gespür vom alltäglichen Leben haben kann. Viele Franzosen, so um die 10 Millionen, haben ein zweites Zuhaus irgendwo im Land, das von einem Grossvater oder eine Grossmutter bewohnt wird. Ein Familienhaus, das während des Sommers noch von Familien besetzt wird. In diesem Sinne lohnt es sich für Touristen, mittendrin in der Stimmung zu sein und etwas gezieltes zu suchen. Schöne kleine Städte in der Riviera, die so was anbieten können, gibt es viele...Ich empfehle besonders die Gegend von Roquebrune-sur-Argens, Saint-Paul, Cagnes-sur-Mer, Menton, oder noch Bandol.

Manche Eigentümer sind dazu noch schlauer und vermieten das Haus solange sie es nicht benutzen können oder wollen. Als Beispiel vermietet ein Bekannter von mir, rund um das Jahr, ein Haus in Bandol. Er hat dafür eine Seite erstellt, zwar auf Französich, die man sich da angucken kann. Er versorgt seinen Mietern mit guten Ratschläge auf seiner Seite. Um einen kleinen Eindruck von dem Ort zu haben:

Vue-Bandol-sur-Mer

Bandol_la_plage

Merci à Jean pour les photos. Alle Rechte gehören ihm, diese Bilder sind nicht rechtsfrei.

Was kann man im Süden machen, ausser schwimmen und am Strand liegen? Na ja: essen (bouillabaisse und maïs grillé!!), trinken (pastis), wandern (seh mal die Beschreibungen von Pagnol zu verstehen, was ich meine...), kleine herrliche Städte entdecken. U.a kann man die Glasmacherei von Biot entdecken, das Parfümmuseum von Fragonard in Grasse besichtigen (tolle Erfahrung!), sich einen Ausflug nach Korsika leisten, oder den Spuren von berühmten Malern folgen: Picasso, Modigliani, Dali, Cézanne...Viel, viel zu tun. Und ich erwähne nur, was ich kenne. Ich habe nur ein paar Monaten in Nizza verbracht und bin nicht viel herum gefahren. Heisst: es gibt wesentlich mehr zu tun als nur auf dem Strand liegen.

A bon entendeur...

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