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Tag - Spiel der 7 Familien

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Zweite Chance: wie kann man im Ausland ein Jahr verbringen?

Manchmal frage ich mich wie ich in einem zweiten Leben mir vorstellen könnte, ein paar Jahren im Ausland zu verbringen. Genau so wie jetzt? Nicht unbedingt. Sicher ist, ich würde bewusst wieder woanders wohnen wollen- das ist doch schön!

Jetzt ist die Frage ob es genau so sein sollte, wie man das schon gemacht hat. Hier ein paar Ideen zum Thema "wie kann ich ein Jahr im Ausland verbringen"?

  • Ganz brav studieren und Erasmus werden.
  • An Au Pair Möglichkeiten denken und eine Au Pair Vermittlung raussuchen, die das Zielland betreut. Gibt auch tausende Möglichkeiten auf dem Markt. Und bestimmt genug Kinder in der Welt.
  • Im Ausland nach der Abitur studieren. Einfach so. Klingt verrückt, ist aber durchaus machbar. Kenne jemand der das gemacht hat, ohne dass sie auch Jahre lang bei den Prüfungen gescheitert ist. Passt aber eher für die jenige die einen starken Willen haben.
  • Einen befristeten Vertrag mit seiner Firma verhandeln und als junge Absolvierer im Ausland leben. Kann zwei Jahren dauern. In Frankreich haben wir das "V.I.E" (=Volontariat international en entreprise) oder das V.I.A (= das selbe, aber halt nur für Administration). Nach diesem Aufenthalt kehrt der Mitarbeiter zurück. Optimal für eine Firma die sich gerade entwickeln möchte sowie für junge, frische Angestellte die noch viele Ideen und Ehrgeiz haben.
  • Die Welt touren. Einfach eines Tages losfahren. Einmal congé sabbatique und hop! Richtung Traumland oder die Welt. Ganz bescheiden, ja.

Ich denke ich würde mich für eine Mischung zwischen der zweiten und der letzten Lösung entscheiden. Die Welt touren, indem man arbeitet. Bleiben, wo man kann, und will. Nanny für ein Jahr in Deutschland sein, dann denken nee, vielleicht doch wieder was mit Marketing anfangen und los Richtung Asien. Sowas wäre cool. Durchaus.

Wenn es für mich möglich ist, zu glauben, man kann sowas in Deutschland als Ausländer machen, dann ist es bestimmt für Euch Richtung Frankreich (oder woanders) machbar- selbst der Spiegel TV berichtet von Au Pair Abendteuer ;)

Und Ihr? Habit ihr welche Ideen/ Erfahrungen die ich hier nicht erwähnt habe?

Spiel der sieben Familien, Teil 1: Sarkozix

Die Familie Sarkozy für die jenigen, die sich nicht genug auskennen.

Ich werde es so pädagogisch wie möglich erklären. Wer, wie, was, aber halt nicht rein politisch gesehen, sonst ist es ja nicht lustig. Ausserdem haben Franzosen Interesse an diesem Spiel der Dynastien, es spielt bei uns sehr wahrscheinlich mehr Rolle als bei den Deutschen...

Es wird also auf diesem Blog der erste Kapitel von 7 Beiträge sein, ein bisschen wie in ''Le Jeu des 7 familles'', ein bekanntes Spiel bei uns, das meistens mit Asterix-Karten gespielt wird. Ich habe vor, mehrere wichtige Politiker so einfach vorzustellen wie es gehen kann.

So, zurück zum Thema Sarkozy, eher gesagt, Sarko:

Wir haben:

  • den Gründer: Pal Sarkozy, der eigentlich aus Ungarn ist. Ein Künstler, dessen Ruhm in den letzten Jahren wieder etwas höher gegangen ist. Selbst mehrmals verheiratet und geschieden, Pal Sarkozy ist meistens der trouble fête. Man muss nicht unglaublich klug sein um zu verstehen, dass er zu offen ist. Meistens erfährt die Presse durch ihn den letzten Quatsch. Cécilia und Carla haben es beide erlebt.
  • die erste Frau von Nicolas, Marie-Dominique Culioli. Eine Frau, die ihm zwei Kinder gegeben hat, Pierre und Jean. Die Frau hat ihm stark unterstützt, allerdings ist die Ehe nach 8 Jahren heimlicher Beziehung von Sarkozy mit Cécilia, eine Freundin von Marie-Dominique, gescheitert.
  • die vorletzte Frau, Cécilia. 1996 verheiratet, gibt sie Sarkozy noch einen Sohn, Louis. Cécilia gilt als die starke Frau hinter der Bühne. Nur durch ihre Hilfe hat Sarkozy soweit gehen können. Laut den Rumor handelt es sich nicht nur um das übliches Bild des starken Paars sondern auch um Hilfe bei der politischen Organisation. In den letzten Jahren der Ehe sind verschieden Gerüchten enthüllt worden. Cécilia hätte willkürlich bis Ende der Wahlkampfen gewartet um sich scheiden zu lassen.
  • die letzte Frau, Carla, geboren in Italien und Mitgliederin einer bekannten Familien von Künstlern und Musikern. Ihre Schwester ist die Schauspielerin Valeria Tedeschi. Carla, ein ehemaliger Modell, eine (immer noch) Sängerin, hat bis kurz vor dem Wahlkampf von 2007 die sozialistische Partei stark unterstützt. Die Nachricht, dass sie Sarkozy heiraten würde, war ein bisschen wie Blitz im blauen Himmel für die linken Parteien. Carla Sarkozy war früher mit Jean-Paul Enthoven, ein berühmter Lektor, zusammen. Sie ist aber irgendwie mit seinem Sohn Raphäel geraten und hat ihm ein Kind gebärt. Sarkozy habe sie erst November 2007 kennengelernt. Sie heiraten drei Monaten später. Die kleine Giulia, die letztes Oktober geboren ist, wird von Carla als ein Wunder beschrieben, so sehr sie es nicht erwartet habe. Viele gehen aber davon aus, es ist etwas zu zeitgünstig gewesen (kurz vor den nächsten Wahlen) um wahr zu sein.
  • den Sohn und Nachfolger, Jean. Jean hat alles, um durch den Klischee von fils de oder fils à papa beschrieben zu werden. Mit dem Ergebnis, dass er stets dagegen kämpfen soll. Jean hat schon mehrere politische Verantwortungen entgegen bekommen und dafür auch ein paar Google Bombing Angriffe gehabt.
  • den Mann selbst, Nicolas Sarkozy. Er wirkt mit seinem jungen Alter (für einen Präsident) etwas verständlicher als alle andere Dinausoren der Politik die irgendwie immer da waren. Auf der anderen Seite bedeutet das auch, er hat Interesse für Bling-bling. Accessoiren, die kein anderer Politiker benutzten würde. Teure, klasse Sonnenbrillen z.B. Rollex Uhren. Der Mann ist auch eine Ausnahme da er nicht den üblichen Gang der Politiker genommen hat. Er hat nur Jura studiert. In der ENA, die Schule wo alle gehen und zusammen studieren bevor sie sich auf der politischen Bühne in aller Öffentlichkeit hassen können, war er nicht. Privat ist er auch für ziemlich leichten Ärger bekannt.

Nächstes Mal erzähle ich sehr wahrscheinlich von der Wichtigkeit von Anne Sinclair für den Aufstieg von Strauss-Kahn. Mal sehen...